Hallo Ilka,
zu Deinen Fragen hier die Antworten:
Karten oder Wanderführer sollte man teils in Santiago besorgen, teils schon zu Hause in Europa. Für Wanderungen bietet sich zum Beispiel der Lonely Planet Patagonia an, der bereits einige gut recherchierte Wanderungen mit Karten etc. enthält. Für spezielle Wanderprojekte sollte man jedoch schon kartenmäßig vorplanen: Unter
www.igm.cl gibt es topografische Karten bis Maßstab 1:50.000, die größtenteils ok sind. In Natura gefundene Abweichungen sollte man (möglichst per GPS Punkte/Foto) dem Instituto Geografico Militar mitteilen. In Argentinien gibt es ein gleichnamiges Institut, das ebenso Karten für den Bereich Argentiniens anfertigt. Weitere gute und meist topografisch korrekte Karten sind die russischen Generalstabskarten 1:500.000. Die US-amerikanischen TPC (Tactical Pilot Chart) geben ebenso eine großartige Übersicht. Zu einigen Touristischen Attraktivitäten wie zB den Torres del Paine NP oder FitzRoy Gebiet gibt es speziell angefertigte Karten in größeren Maßstäben. VOrsicht jedoch bei der Genauigkeit dieser Karten!
Es ist wichtig, Karten "lesen" zu können, um sie richtig einzusetzen. Auch machen unterschiedliche Daten (einzahl Datum) die für die verschiedenen Kartenwerke gelten, eine Einstellung des GPS auf diese speziellen Parameter der Karte nötig. Fragen dazu einfach hier stellen.
Die normalen Stecker (mit zwei Steckkontakten, für 6 A max ausgelegt) aus Deutschland sollten in jede vorhandene chilenische Steckdose passen. Bei den chilenischen Steckdosen gibt es drei Steckbuchsen, die in einer Reihe liegen. Der Mittenkontakt ist dabei immer der Schutzkontakt. Deswegen verlangen dt. Schukostecker, die zwingend einen Schutzontakt vorschreiben, nach einem Adapter, der aber hier in Chile einfach zu besorgen ist. Auch wenn unsere Zweikontaktstecker etwas "dicker" im Durchmesser der Steckkontakte sind, wird ein Adapter benötigt. Hier gibt es meist Steckdosen, die für 10 A ausgelegt sind und welche für 16A.
Busfahrkarten besorgt man am besten vor Ort, und wenn möglich ein paar Tage vor Abfahrt. Man fährt direkt zum Terminal und vergleicht die Preise der einzelnen Unternehmen, die mitunter beträchtlich voneinander abweichen können. Der Langstreckenbusverkehr zB zwischen Santiago und dem Norden/Süden des Landes ist vergleichsweise preiswert. So kostet ein Ticket Santiago - Puerto Montt nur etwa 15.000 Pesos. Die verschiedenen Companies haben unterschiedliche Dienstleistungen anzubieten, allgemein sollte für lange Strecken gelten: lieber ein wenig mehr für einen bequemen Liegesitz bezahlen, als 14 h in einem Sitz hocken. Es ist meist gut, über Nacht zu fahren, denn so spart man Zeit und eine Übernachtung und die Hitze des Tages. Gute Services: ALZA, oder CONDOR.
Turbus ist in den letzten Monaten mit einigen schlimmen Busunfällen aufgefallen.
giftige Tiere: Es gibt in Chile relativ wenig giftige Tiere: einige Spinnenarten können gefährlich werden, vor allem für Kleinkinder und ältere Menschen. Araña de Rincon ist eine von ihnen. Es gibt einige Skorpionarten in Chile, die aber keine größere Bedrohung darstellen. Wichtig ist es, Muscheln wenn möglich vom Speiseplan fernzuhalten, da sich in einigen Gebieten bedingt durch veränderte Wassertemperaturen vermehrt kleine Parasiten in Muscheln festsetzen, die bei Verzehr befallener Muscheln ohne schnelle Hilfe tödliche Folgen haben (können). Deswegen, wenn auch alles lecker aussieht oder versichert wird, dass die Muscheln aus einem Gebiet sind, welches nicht von Marea Roja (Red Tide) befallen ist: mein Rat ist Hände weg. Auch abkochen der Muscheln ändert nichts an der Toxität.
An Schlangen gibt es eine Art Otter deren Verbreitungsraum bis in das argentinische Patagonien hinein geht. In Chile ist mir selber darüber noch nichts zu Ohren gekommen.
Eine weitere Gefahr ist der Hanta Virus. Dort sollte man jedoch (siehe in den "Häufigen Fragen" Rubrik Gesundheit) durch vorbeugende Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen die meisten Gefahrenpotentziale ausschließen können.
Es gibt sehr vereinzelt Fälle von Tollwut. Auch sonst sollte man sich immer die Hände waschen, falls man doch einmal einem Hund zu nahe gekommen ist oder dieser "geschleckt " hat, denn davon kann man einige unangenehme Krankheiten bekommen, oder Parasiten. Im großen und Ganzen jedoch ist Chile ein Land mit vergleichsweise wenigen giftigen Tieren oder gefährlichen Krankheiten. Deshalb kann man, wenn man einige Grundregeln beachtet, auch ganz entspannt reisen. Gute Reise und sichere Heimkehr...
Olaf