Aysén ist DIE Schatzkammer
Chiles, wenn es um Natur, Wasser, Fischreichtum, Gold und andere Bodenschätze geht. Auf einem Territorium von über 106.977 Quadratkilometern Fläche leben etwa 90.000 Personen. Dabei leben über die Hälfte der Einwohner in der regionalen Hauptstadt
Coyhaique. Eine dünnbesiedelte Region also. Sie können hier alles finden, von einer Art Steppe (Pampa) über lichte Südbuchenwälder, riesige Gletscher, Eisfelder, Seen und wasserreiche Flüsse bis hin zu aridem Regenwald, all das ist hier vorhanden. Eine Wirtschaft ist nur schwach ausgeprägt. Die Region lebt von Fischfang und -zucht (Lachs), der Viehzucht, dem Ackerbau, der Holzwirtschaft, dem Tourismus und dem Bergbau (Zink, Blei, Silber, Gold). Für die Zukunft sind mindestens vier große Staudammprojekte in Planung, mit allen Nebeneffekten, die das für die lokale Flora und Fauna sowie die Bewohner bringen wird. Aber es gibt - wieder einmal ein Pluspunkt mehr - keine Atomkraftwerke (weder in der Region noch in
Chile), keine Umweltzerstörung und -verschmutzung durch Aluminiumhütten o.ä.
Es gibt aber derzeit keine Überlandanbindung von der Region zu den Nachbarregionen (außer man nutzt den Landweg über Argentinien) und das ist ein echter Nachteil. Durch einen Transport per Frachtschiff oder via Argentinien sind viele Produkte hier teurer als im Zentrum
Chiles, bei medizinischen Notfällen geht es meist nur per (Ambulanz-)Flugzeug ab und die Beförderungspreise per Schiff/Flugzeug sind für viele hier fast unerschwinglich. Der Mindestlohn pro Monat liegt derzeit bei 144.500 Pesos (Juli 2007), etwa 200 EUR pro Monat. Die Menschen in der Region sind freundlich, hilfsbereit und echt patagonisch gemütlich. Denn wenn man so abgeschieden lebt, muss man einfach eine gewisse Lebensweise und Kooperativität entwickeln, um überleben zu können. Außerhalb der Ansiedlungen sind Diebstähle oder Übergriffe die große Ausnahme, und auch in Cochrane kann man noch sein Fahrrad eigentlich unangeschlossen vor dem "Tante Emma Laden" stehen lassen. Trotz allem ist Vorsicht und Verständnis angebracht. Touristen aus dem fernen, reichen Europa können in so manche Falle tappen, aber aus diesem Grund haben Sie ja uns dabei.
Das Straßennetz der Region besteht zumeist aus befestigten Schotterstraßen (2000 km), asphaltierten Straßen (ca. 200 km) und unbefestigten Wegen (vielleicht 600 km). Mit einem Geländewagen und ein paar Schneeketten und Seilwinde kommt man eigentlich fast überall hin.
Flüsse haben wir eine Unmenge, deren längster und wasserreichster ist wohl der
Rio Baker, mit 370 km Länge und einem Caudal von 875 Kubikmetern pro Sekunde.
Der
General Carrera See ist in seiner Gesamtheit mit dem
Buenos Aires See (so wird er auf argentinischer Seite genannt) der zweitgrößte See Südamerikas nach dem
Titicacasee und wohl auch ziemlich tief (die Messinstrumente reichten leider nur bis 1000 m). Unsere höchsten Gipfel sind mit 3.910 m (
San Valentin o San Clemente) oder 3.706 m (
San Lorenzo) weit niedriger als die in den nördlicheren Regionen liegenden Berg- und Vulkangipfel, aber das patagonische Klima und die Abgeschiedenheit unserer Berge hier haben es in sich. Die Flora ist reichhaltig, und noch immer werden viele neue Arten entdeckt. An bestimmten Plätzen der Region findet man während einigen Zeiten eine unglaubliche Vielfalt an Vögeln vor. Unsere Flüsse und Seen sind bekannt dafür, eines der besten Fliegenfischerparadiese der Welt zu sein. Warum
Klaus Bednarz in seiner Patagonienreise unsere Region komplett außen vor gelassen hat, können sich viele Patagonier bis heute noch nicht erklären (Scherz).
Kommen Sie und erleben Sie Patagonien, unsere Region selbst. Es gibt so unendlich viel zu entdecken: Sachen die in keinem Reiseführer stehen, Orte zu denen kein Reisebus oder Geländewagen fährt. Dort, wo sie noch bis auf einen Steinwurf entfernt an ein
Huemul (Andenhirsch und eines der Wappentiere Chiles) herantreten können, dort, wo der
Kondor unbehelligt und majestätisch in azurblauer Luft kreist und dort, wo Gastfreundschaft noch ohne Hintergedanken ist, ist unser Patagonien, unsere Region
Aysén.
Wenn Sie
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